Schlagwort-Archiv: Bundesliga

Meine 18 bis Katar

7 Mai

Auf Idee von Heinz Kamke haben vor ich weiß nicht wie langer Zeit (es war März 2011) mal sämtliche Fußballblogger ihre Wunsch-Erste Liga zusammengestellt. Gute Idee, nur befand sich dieses Blog zu der Zeit wohl im Tiefschlaf. Ich nutze jetzt hier im Urlaub mal die Gelegenheit, meine Liste mit fünfzehnmonatiger Verspätung nachzuholen. Here we go:

Borussia Dortmund

Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehen.

FC Köln

Das größte Ärgernis der letzten Saison. Der Abstieg. War immer Fan vom Prinzen. Als Daum Trainer war, habe ich so gerne die Sportschau geguckt. Tolle Stadt, tolles Stadion. Ernsthaft: Wie geht Erste Liga ohne die Kölner?

SV Waldhof Mannheim

Meine Jugend eben. Der Verein, der Jürgen Kohler hervorgebracht hat. Hab sie im Ohr, meine Freunde, wie sie ihren schwarz-blauen Sprüche über den Schulhof grölten. Putziger Verein, echt. Haben in der Erstliga-Zeit in den 80ern ihre Heimspiele in Ludwigshafen (!) abgehalten. Unter dem Nazi-Trainer Schlappi. Wie peinlich. Monnem vorne, Monnem hinne. Meischtens hinne. Wird nicht mehr in die Erste Liga zurückkehren. Ein Traum wäre es trotzdem. De schenschde VW is de SVW.

SC Freiburg

Glaubt nicht dieses Gelaber über den „unmöglichen Gästeblock“. Das ist einfach übertrieben. Die Badener gehören(im Unterschied zum KSC) in die Erste Liga, weil sie sympathisch sind. Punkt.

FC Bayern München

Uli Hoeneß war neben dem wahnsinnigen Christoph Daum immer der Hauptfaktor, der den Unterhaltungswert der Sportschau hat ansteigen lassen. Was wäre die Bundesliga ohne Ulis roten Kopp? Was wird überhaupt aus den Bayern nach Uli? Egal. Ich konnte mit dem Verein nie irgendwas anfangen, aber Erste Liga ohne die Bayern ist unvorstellbar.

VfR Mannheim

Der andere Repräsentant des Kurpfälzer Amateurfußball. Deutscher Meister 1949 und damit im Vergleich zu Waldhof der erfolgreichere Verein. Soll according to einem Ex-Kollegen derzeit in der fünften Liga einen „richtig guten Fußball“ spielen. Und damit hätten sie den Durchmarsch in die Erste Liga wohl noch eher verdient, oder?

VfL Bochum

Ich habe mich immer gefragt, wie ein Verein Herbert Grönemeyer zu seinem Aushängeschild machen kann. Völlig panne, die Bochumer Jungens. In der Zeit, als uns Thomas Doll trainierte, habe ich mich aus Spaß übrigens öfter mal als Bochum-Fan ausgegeben. Manche haben es mir auch noch abgenommen. Das Ruhrstadion jedenfalls ist ein echtes Schmuckstück. Achtzehntes Heimspiel. Ben Redelings und Frank Goosen. Gehören deshalb in die erste.

VfB Stuttgart

Mit dem Verein tue ich mich schon schwer. Fand die Schwaben immer eher langweilig. Das allerdings dürfte seit dem 4:4 am 30. März wohl passé sein. Haben tolle Fans im Netz: besagten Heinz Kamke und Hirngabel. Das neue Stadion ist mein Ziel Nr. 1 für die Auswärtsfahrten kommende Saison.

HSV

Uwe Seeler. Deutscher Meister unter Ernst Happel. Ich mit meinem Laufkumpanen im Pressebereich beim 4:0 gegen den „Glubb“, April 2003. Nur vom Feinsten. Sechsmal Meister, dreimal Pokalsieger, immer Erste Liga. Letzteres soll und wird langfristig so bleiben.

Eintracht Braunschweig

Das ist mal ein Traditionsverein. An der Wiege des Deutschen Fußballs. Der lange Weg nach unten seit Mitte der 80er war freilich eigenem Dilettantismus geschuldet. Dennoch: Die, nicht Wolfsburg gehören in die Erste.

FC Carl Zeiss Jena

Der erste (und einzige) Ostler in meiner Wunschliga. Über die weiß ich ehrlich gesagt nicht viel. Meine Aufmerksamkeit in der Sportschau gilt ihnen, seit ich einen ihrer treuen Fans sehr gut kenne. Mag sein, daß Dünamö und Hansa Rostock für die Fußballkultur im Osten wichtiger sind. Aber so lange da antisemitische Transparente hochgehalten werden, soll Dresden unten bleiben. Und mit Jena im Westfalenstadion, könnte ich mich eben mit besagtem Fan treffen. Erste Liga wäre mal was.

FC Kaiserslautern

Auch meine Kindheit. Ich habe ja einige Zeit auf einem pfälzischen Dorf gewohnt. Und in der deutschen Toskana gibt es nun mal nur einen Verein. Die Meisterschaft 1991 habe ich noch sowas von lebhaft vor Augen. 98 war ich aus der Pfalz Gott sei Dank längst weg. Die meisten Fans sind Trollos. Aber der Betze gehört zur Ersten Liga. Seht zu, daß ihr nächstes Jahr zurückkommt.

Rot-Weiß Essen

Die Geschichte mit dem Stadion finde ich unglaublich. Haben mindestens so treue Fans wie die Waldhöfer, und das in größerer Zahl. Und wir haben einen gemeinsamen Feind.

Hannover 96

Mr. Moe. Muß euch jetzt nichts sagen, ist ein witziger Fan von denen. Sind sonst langweilig, aber der Grund reicht aus.

Eintracht Frankfurt

„Deutscher Randalemeister 2011“ war mal ne Ansage. Die Fans sind sowas übel, daß sie aus der ersten Liga allein deshalb nicht wegzudenken sind. Überhaupt: Der Verein hat was.

FC Nürnberg

So lange ist es nun auch nicht her, daß die „Rekordmeister“ waren. Traditionsreich, super Stadion. Mich stört nur deren Fan-Freundschaft.

Werder Bremen

Och jooooo. Herrlich liberal.

Schlacke

Würg! Was ist der Mensch doch ein erbärmliches Wesen, daß er sowas hervorbringt. Aber die bittere Wahrheit ist: Ohne Derby geht es nicht.

Bei jedem Auswärtsspiel wird die Welt so bunt, meine Droge ist das Leder und der Ball ist rund

6 Mai

Eigentlich wollte ich heute mal so meine Gedanken zur zurückliegenden Saison bloggen und einen Rückblick schreiben, wie ich die letzten Monate erlebt habe. Aber das verschiebe ich doch besser mal auf die Woche nach Pokal-Finale und Meisterfeier.

Was erwarte mir aber von der Saison 2012/2013? Ich habe in den letzten zwei Wochen häufiger gedacht: Mit Meisterschaften ist erstmal gut für die nächsten sechs Jahre. Schließlich soll die Meisterschaft was Besonderes bleiben und absolut nichts, was man sich von einer Saison erwartet. Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn der Ballspielverein Borussia 09 Dortmund sich auch langfristig oben festsetzt. Aber ich will endlich davon weg, daß man jeden Spieltag erleichert ist, wieder nicht verloren zu haben. Sicher: Drei Meisterschaften in Folge würden die Bayern wirklich allmählich dumm aussehen lassen. Aber es gibt ja – Schalke abgezogen – noch 15 andere Teams, die Meister werden können. Wobei ich nicht falsch verstanden werden will: Sollte es im Frühjahr wieder in den Titelkampf gehen, werde ich auch die Daumen drücken, daß es klappt. Was sonst?

Wo wird es nächste Saison hingehen? Auswärtsspiele sind prinzipiell interessanter als Heimspiele und ich habe mir vorgekommen, mindestens drei, eher vier oder fünf nächste mitzumachen. Und ich will in der  dritten und vierten Liga ein bißchen unterwegs sein und neue Stadien kennenlernen. Da trifft es sich ganz gut, daß die “11 Freunde” in der aktuellen Ausgabe die 99 Orte, die ein Fußballfan gesehen haben muß, Deutschlands wirklich sehenswerte Sehenswürdigkeiten also, auflisten. Zugegeben: Von einigen dieser Orte hatte ich noch nie was gehört. Und bei anderen frage ich mich dann doch, warum man sich die anschauen sollte. Ernsthaft: Was will ich mit einem Besuch in der Bäckerei Klinsmann? Und das P 1 in München will ich ganz bestimmt nicht sehen. Aber alles in allem hat die beeindruckende Zusammenstellung meine Neugierde so richtig geweckt. Zum Beispiel auf das Ellenfeldstadion im saarländischen Neunkirchen. Oder auch den HSV-Friedhof in Hamburg-Altona.

Und da wäre ich auch schon wieder bei der Ersten Liga. Im Volksparkstadion war natürlich ich schon, aber bei so vielen Bekannte, wie ich sie inzwischen in Hamburg habe, bleibt das attraktiv – ne Boykott-Aktion von “Kein Zwanni” wird es sicherlich nicht nochmal ausgerechnet in der Hansestadt geben. Nach Fürth fahre ich ganz gewiß nicht – ist ja ein furchtbarer Verein. Das (leider) nahe gelegene Hoppenheim auch gestrichen. Demgegenüber tut es mir leid, daß der Betze nächste Saison ausfällt. Die kurze Reise von Mannheim dorthin ist immer ein Erlebnis. Eintracht Frankfurt werde ich mir auf jeden Fall geben, genau wie den VfB Stuttgart (zusammen mit meinem Schwabenfreund aus der Studentenverbindung), wenn es irgendwie terminlich passt, und ich verspreche, ich werde im neuen Stadion auch mal pinkeln gehen. Der SC Freiburg wird sicher wieder eine Reise wert sein. Ich versthe nicht, was die Leute immer über den “Scheiß-Gästeblock” und die fehlende Gastfreundschaft in Heidegger-Stadt reden. Freiburg hat im Moment einen supersympathischen Trainer und tolle Fans, wie man gestern im Westfalenstadion gehen hat. Und mir hat es auf der Südtribüne dort sehr gefallen.

Köln fällt nächste Saison auch flach, das ärgert mich fast noch mehr als Lautern. Und ich glaube, das sehen viele ganz ähnlich wie ich. Dafür kommt (hoffentlich) die Auswärtsfahrt nach Düsseldorf – dreimal mehr ne Reise wert als das Nazistadion in Berlin mit seinem behämmerten Preetz. Mainz: na ja von mir aus. Ansonsten würde ich sehr gerne endlich mal das Weserstadion in Bremen sehen – ob mit Fahrt auf der Fähre oder ohne. Leverkusen, Augsburg und Wolfsburg lasse ich mal lieber sein. Arroganz-Arena und Hannover – gerne, wenn das Spiel nicht gerade am Freitag oder Sonntagabend liegt. Ganz so hart bin ich nun mal nicht. Deshalb verfolge ich auch das Derby in der Turnhalle lieber am Bildschirm. Habe ich jemanden vergessen?

Bleibt die Frage, wie ich das alles mit dem Marathonlaufen verbinde. Im Moment bin ich da aufgrund meiner Vertzung immernoch vorsichtig. Ich hoffe aber, daß ich im Herbst nach 2 Jahren endlich wieder die 42km laufen kann. Es wird schon irgendwie gehen. Ein Großteil der Vorbereitung fällt ohnehin noch in die Sommerpause. Sicher wird es schwierig, die ersten Wochen der Saison auf Alkohol verzichten zu müssen. Aber spätestens Ende Oktober werde ich es hinter mir haben. Und die Auswärtsfahrten können mit allem Spaß stattfinden: Forzaaaa Beee Vaaauuu Beeeee!

Glückwunsch, Holger Stanislawski!

9 Feb

Herzlichen Glückwunsch, Holger Stanislawski! Du hast es hinter Dir. Endlich raus aus Hopps schwachsinnigem Konstrukt. Abfindung kassieren und neu orientieren! Ich verstehe zwar immernoch nicht, was Du da überhaupt wolltest. Als die Verpflichtung Mitte April feststand, hörte ich in einem Heidelberger Café, wie Du es denn hier in dieser Region aushören wolltest. Wo Du doch nun wirklich in einer ganz anderen Umgebung sozialisiert wurdest. Recht hatte er, und das ist wohl wirklich das Geringste.

Denn welcher gesunde Mensch hält es in diesem Kaff bei Sinsheim aus? Ich wohne ja in der Nähe. Aber gerade für einen, der seit jahren in Mannheim wohnt, ist Hoffenheim ein furchtbarer Nachbar. Statt sein Geld in einen ehrwürdigen Traditionsverein wie den SV Waldhof Mannheim 07 zu investieren, zieht Dietmar Hopp so einen Müll hoch und ludert in der Ersten Liga rum. Gut, aber das erzählt jeder Fußballfan jede Woche, darüber wurde auch schon x-mal gebloggt; aus diesem Anlaß muße es aber nochmal sein.

Herzlich willkommen in Fantasialand, Markus Babbel. Wünsche schönen Abstieg!

Das Lachen von Shinji

29 Jan

“”Lärmattacke” hieß das Stichwort nach dem Hinspiel und Lärmattacke könnte auch heute das Stichwort lauten” erklärte Boris Rupert im BVB Netradio, während der Deutsche Meister von der ersten Minute an die TSG Hoffenheim unter Druck setzte, lautstark unterstützt von den Fans, die wohl nicht nur von der Süd aus die schwarz-gelbe Mannschaft anfeuerten. 48 Tage hatte es kein heimspiel mehr gegeben, die Fans hatten sich danach gesehnt. 3:1 der Endstand und damit der erste Bundesliga-Heimsieg gegen Dietmar Hopps Konstrukt aus dem Kraichgau. 

Mann des Spiels war diesmal zweifelsohne Shinji Kagawa, dessen Lachen mir seitdem Spiel vor Augen haften blieb. Er traf selbst in der 16. und in der 55. Minute und leistete die Vorabreit für Kevin Großkreutz beim 2:0 in der 31. Minute.  Ein überflüssiges Gegentor mußte es dann, wie schon bei den Auswärtssiegen in Hamburg und Freiburg (und letztlich auch bei den davor unentschieden gespielten Partien gegen Kaiserslautern und Mönchengladbach, wohl einfach geben. In diesem Fall war es Johnson, der in der 63. Minute für die Gäste.

“Dortmund ohne Götze nur Grütze”, hieß es in BILD im vergangenen September. Das war freilich damals schon Schwachsinn. Aber der BVB hat gestern mit echtem Zauberfußball einmal wieder das genaue Gegenteil bewiesen. Borusia Dortmund bleibt auf Kurs und könnte bald den FC Bayern München, der vor gar nicht allzu langer Zeit noch ein astronomisches Torverhältnis zeigte, bald aufgrund einer besseren Tordifferenz vom ersten Tabellenplatz stoßen.

Sorgen bereiten einem wirklich die Blauen. Die gestern zwar verdient gegen den FC Köln gewannen, aber definitiv einen zu hohen sieg davon trugen. Und in jedem Spiel zu mehreren Buden kommen, punktgleich mit den Bayern und dem Deutschen Meister bleiben. Werden sie am Ende der Saison der lachende Dritte sein?

Melting away – der Start in die Rückrunde

23 Jan

Manchmal frage ich mich, ob ich nicht doch mit dem Fußball aufhören sollte. Schmolz ich gestern doch wieder dahin wie ein Eis in der prallenden Sonne. Was diese Mannschaft mit mir macht, ist oft zuviel für meine Seele.

Sechs Jahre nach dem letzten Sieg gegen Hamburger Sport-Verein gewann der Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund mit einem wohl von uns allen unerwarteten 5:1. Daß es für den HSV schwierig werden würde, zeigten die ersten drei Minuten, in denen das Team von Jürgen Klopp gleich anderthalb Torchancen bekam. Dem 0:1 in der sechzehnten Minute durch Kevin Großkreutz wäre exakt eine Minute später durch Guerrero beinahe der Ausgleich erfolgt. Das glanzvolle 0:2 durch Robert Lewandowski in der 37. Minute machte es für das ohnehin ungeordnet spielende Team von Thorsten Fink sehr schwer zurückzukommen, und so war die Richtung des Spiels zur Halbzeit klar. In der 58. Minute machte Kuba dann mit einem Traumtor aus 15 Metern die entscheidende Bude. Es folgten das 0:4 in der 76. Minute durch Kuba, der einen Elfer locker verwandelte und das 05: durch Lewandowski mit seinem 14. Saisontreffer am 18. Spieltag. Schließlich in der 86. Minute der Ehrentreffer für die Hamburger durch Guerrero, nachdem Langerak den Ball zuvor unglücklich abgewehrt hatte.

Festzuhalten bleibt: Der amtierende Deutsche Meister gewann das Spiel mit 5:1 verdient und nicht zu hoch. Das Gegentor mag überflüssig gewesen sein, aber aus meiner Sicht ist Mitch Langerak wenig vorzuwerfen. Er ist eben beim Stand von 0:5 nicht auf volles Risiko gegangen. Der BVB bekam in dieser Saison erstmals einen Straf-Elfmeter zugesprochen. Von Wolfgang Stark, der sich am 4. Spieltag in Leverkusen den Haß vieler Schwarz-Gelber zugezogen hatte. Der sich engagiert zeigende Stark hatte die insgesamt von Fairneß geprägte Partie über 90 Minuten einwandfrei im Griff. Der HSV präsentierte sich sehr schwach, was vor allem wohl geringem Selbstbewußtsein gegen drückend überlegende Dortmunder geschuldet gewesen sein dürfte. Ein lediglich durch den Erfolg des Vereins aus Gelsenhausen leicht getrübter wunderschöner Spieltag.

Nun mögen einige, insbesondere befeuert durch das Spiel in Mönchengladbach am letzten Freitag, in den nächsten Tagen von der Titelverteidigung träumen. Was natürlich unsinnig ist. Selbstverständlich ist der Deutsche Meister in Topform, aber schon am nächsten Spieltag nach einem Heimspiel gegen den Angstgegner aus Sinsheim kann die Welt ganz anders aussehen. Das letzte Heimspiel, das wir gewonnen haben, war das Derby, und das ist zwei Monate her (was natürlich in erster Linie durch die Winterpause bedingt ist). Der FC Bayern München hatte möglicherweise mit der Niederlage seinen Auftakt zu einer grandiosen Rückrunde ganz ähnlich wie zu Beginn der Saison. Und wenn die Blauen so weitermachen, sind sie am Ende evenutell…okay, dann Satz draf ich nicht zu Ende führen. Fakt ist aber, daß so populär unser Team landesweit auch ist, einige gerade ganz schön angepisst murren. In den letzten Minuten des Spiels gestern fing  in der Kneipe ein alter eingefleischter Bayern-Fan an vom Dortmunder Auftreten in der Champions League zu reden. Worüber ich ganz verschmitzt lächelte.

Glückwunsch übrigens auch an die Intiative “Kein Zwanni”, die eigenen Angaben zufolge mehr als 600 Fans vor dem Stadion zum Protest versammelte.

Nochmal kurze Laufpause

20 Jan

Heiliger St. Sebastian, Schutzpatron von Rödersheim-Gronau. Fällt mir gerade so ein, weil ich in der Grundschule am 20. Januar schulfrei hatte. Sebastian ist nämlich der Schutzpatron von Rödersheim-Gronau und weil ich dort mal gewohnt habe, war da in der dritten und vierten Klasse nix mit Schule.

Aber ich wollte über was ganz anderes schreiben. Ich will da weitermachen, wo ich gestern aufgehört habe, nämlich mich weiter über die Umstände beschweren. Mit Laufen ist jetzt nochmal drei Wochen essig, weil ich mindestens viermal Stoßwelle mit Injektion in den Fuß bekomme. Hätte ich eigentlich auch letzten Herbst, besser gesagt letzten Spätsommer haben können, wenn ich gleich zum Facharzt gegangen wäre. Aber dafür habe ich jetzt wirklich die Hoffnung, daß ich ab Februar vollkommen beschwerdefreies Grundlagentraining absolvieren kann und ich im Herbst eine neue Marathon-Bestzeit laufe. Unter 03:30 h auf jeden Fall. Am liebsten gleich unter 03:25 h. Was war das Thema? Ach ja, die Umstände. Sind in Anbetracht meiner Erwartungen doch gar nicht so schlecht!

Und ab heute ist endlich wieder Bundesliga! Euch allen einen fröhlichen und gelungenen Rückrundenauftakt!

Gerhard Henschel, die Fohlen, die Schmach von 1978

3 Dez

29. April 1978, letzter Spieltag der Saison, Spitzenreiter ist der 1. FC Köln, auf Platz zwei punktgleich Titelverteidiger Borussia Mönchengladbach. Köln hat eine um 10 Tore bessere Tordifferenz. Es steht an die Partie Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund im Düsseldorfer Rheinstadion. Der 1976 wiederaufgestiegene BVB hat sich den Klassenerhalt bereits gesichert. Bei den Dortmundern stellt Trainer Otto Rehhagel Peter Endrulat anstelle von Horst Bertram ins Tor. Endrulat bekommt vor dem Spiel mitgeteilt, daß sein Vertrag nicht verlängert wird.

Gladbach macht in der ersten Halbzeit sechs Tore, dreimal durch Jupp Heynckes, einmal Carsten Nielsen, einmal Karl Del’ Haye und einmal  Hacki Wimmer. Der 1. FC Köln führt gegen St. Pauli zur Halbzeit nur mit 1.0, daher wird die Meisterschaft für Gladbach realisitisch.

In der zweiten Halbzeit treffen zweimal Heynckes, einmal, einmal Nielsen, Del’Haye, Ewald Lienen und in der 90. Minute Christian Kulik. Das spiel endete mit dem bis heute gültigen Rekordstand von 12:0. Da Köln aber schließlich mit 5:0 gewan, hätte Gladbach aber einen 16:0-Sieg gebraucht.

Sehr schön beschrieben findet sich das übrigens im Liebesroman, dem schönsten Buch aus der insgesamt komisch-traurigen Reihe über die Familie Schlosser, einer wirklich berührenden Familiengeschichte und Chronik der alten Bundesrepublik. Die Hauptfigur im Liebesroman, Martin Schlosser, und ist zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt und eben bis zu dem Ende dieser Saison ein großer Fußball- und Gladbach-Fan.

Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt drei Monate alt und noch gar nicht in Deutschland. Heute steht wieder mal eine Partie gegen die Fohlen an. Das letzte Spiel in Gladbach endete mit einer 01:Niederlage und versaute mir mein ganzes Osterwochenende. Und auch heute habe ich eher so ein mittelmäßiges Gefühl….

5-1 gegen Wolfsburg und ich war nicht dabei

6 Nov

Das sind die Heimspiele, bei denen ich mir in den Hintern beiße, wenn ich nicht im Stadion gewesen bin. Die erste Halbzeit hab ich sogar noch mit Netradio im Bett verbracht, weil ich riesige Kopfschmerzen hatte. Die zweite habe ich dann wenigstens live schauen können, wobei Nobbys HASSan-Rufe die Schmerzen auch nicht besser gemacht hatten. Das war ja unfassbar laut gestern.

Und “Dortmunder Fußball” (Jürgen Klopp) eben. Und was  Wenn du diesen Fiesling Felix Magath neben Kloppo siehst, tritt die auch wieder das ganz große Glück vor Augen, das wir mit diesem Trainer haben. Klar könnte Magath einem zunächst mal leid tun, daß es mit seiner Mannschaft so gar nicht funktionieren will. Aber hat sich selbst in diese Situation gebracht. Kauft sich die Spieler zusammen, wie wenn es Schokohasen wären, und die haben dann zu spuren. Wenn nicht, stellt er sich hin und sagt doch glatt, manche fänden eben “nicht die richtige Einstellung zu ihrem Beruf.” Was bist du peinlich, Felix Magath!

Es war das bisher beste Spiel unserer Jungs in dieser Saison. Ja, auch um einiges besser als das Auftaktspiel gegen den HSV. Wir sollten dennoch nicht mit zu großen Erwartungen auf das Bayern-Spiel schauen. Das wird sicherlich ein Spiel, das Borussia gewinnen “kann”. Aber so recht dran glauben kann ich nicht. Zweimal im selben Jahr in München zu gewinnen, das wäre nun wirklich zu schön, um wahr zu sein. Und die Bauern sind immernoch angepisst wegen der letzten Saison. Die werden alles geben, um uns möglichst hoch nach Hause zu schicken. allein das gilt es schon mal zu verhindern.

Ich kann mich derweil weiterärgern, daß ich erst zum Spiel gegen Lautern am 11.12. wieder im Westfalenstadion sein werde.

Gute Besserung an Neven Subotic!

Kein St. Peter-Ording

17 Sep

Eigentlich hätte ich heute nach St. Peter-Ording fahren müssen. Also weeiit in den Norden Eigentlich. Denn dort feiert einer meiner besonders guten Freunde seinen 30. Geburtstag heute nach. Ich hatte aber schon am Mittwoch abgesagt, weil ich mich am Wochenende ausruhen müsse. Nun hat mich eine Bronchitis voll erwischt. Die zweite in diesem Jahr.Das erleichtert etwas mein schlechtes Gewissen.

Also nach langer Zeit mal wieder ein ruhiges Wochenende mit viel Gehuste, Büchern und Bundesliga. Und hoffentlich dem ersten Auswärtssieg des BVB seit München.

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