Schlagwort-Archiv: Ideologiekritik

Schon jetzt die Bahamas

11 Jan

Zu meiner freudigen Überraschung gibt es bereits eine neue Ausgabe der Bahamas. Die Zeitschrift scheint also doch nun wirklich wieder alle vier Monate zu erscheinen.

So sei der hiermit der Artikel von Thomas Maul aus dem neuen Heft als sehr lesenswert verlinkt und die Print-Ausgabe der Zeitschrift als Ganzes sehr empfohlen!

Ich kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen

12 Okt

Zwei Monate nach dem Spiel gegen Nürnberg will ich nächste Woche endlich mal wieder ins Stadion. Aber was da alles an dem Wochenende stattfindet. Das ganze Jahr haben die Leute Zeit Veranstaltungen dieser Art zu machen und dann muß das alles am 22./23. Oktober sein. Ich will euch nicht vorenthalten, was ich alles verpasse, denn ich kann nur jedem blogleser all das empfehlen.

Thomas Maul von den Bahamas spricht am 22.10. um 19 Uhr bei der Gruppe Monaco in München zum Thema “Gender Mainstreaming, islamisches Patriarchat und die antisexistische Linke”. 

Tilman Tarach, Alex Feuerherdt und Nirit Bialer referieren in Frankfurt a.M. zum Thema “Deutschland – Israel: Ein schwieriges Verhältnis”. ebenso am 22.10. Den beiden habe ich letztes Jahr schon in Frankfurt gelauscht. Geht dahin!

Diese Veranstaltung findet am Vorabend des zweiten Israelkongress statt. Auf dem ersten war ich letztes Jahr. Meldet euch an und geht hin!

In Gummersbach auf der Theodor-Heuss-Akademie findet an dem Wochenende das Seminar Liberale Blogosphäre statt. Auch eine ebensolche Veranstaltung habe ich letztes Jahr im mai mit sehr netten Leuten wie Achim Hecht, Daniel Fallenstein, Tim Beil und Daniel Drungels erlebt.

Was euch weniger interessieren wird: Mein ruderverein, bei dem ich mich seit Jahren nicht habe blicken lassen, macht Herbstputz (daran habe ich mich vor acht Jahren mal beteiligt) und mein Kurpfalz-Gymnasium Mannheim feiert an dem Wochenende im Mannheimer Rosengarten sein 50jähriges Bestehen. Daß ich dort nicht hingehe, tut mir allerdings sehr leid.

Was mache ich? Besuche das Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Aber nichts ist wichtiger als der BVB!

Was es alles an so einem langen Wochenende gibt

3 Okt

Da verbringst du dein langes Wochende in irgendeiner europäischen Hauptstadt und kurz vor Abreise stößt du in einer x-beliebigen Pension, in der du genächtigt hast, im Frühstücksraum zufällig auf einen aus deiner Studentenverbindung. Kann eigentlich gar nicht passieren. Passierte mir heute morgen in Wien.

Anstrengend war die Konferenz. Was konnte ich anderes erwarten? Als am Samstag in Dortmund Borussia mit 2:0 gegen den FC Ausgburg führte, stieß ich zum dritten Podium dazu und Till Gathmann begann seinen Vortrag über Hot Shit. Eigentlich hatte ich schon zum zweiten Podium da sein wollen. Daß ich die Vorträge von Magnus Klaue und Jan Gerber verpasste, tat in meiner unbedeutenden Seele weh. Denn ich verpasste sie aus purer Dummheit. Ich war zeitig in Wien und irrte erstmal mit dem Smartphone in der Hand umher. In die völlig falsche Richtung fuhr ich. Und dann war diese VHS in Hietzing eine Himmelreise. Mannohmann. Clemens Nachtmann machte hochinteressante Ausführungen, aber ich kämpfte gegen meine Müdigkeit. Nichtsdestotrotz folgte eine zwei Stunden lange Autofahrt kreuz und quer durch Wien, die von Fauchen, Kehrtwenden und häufigem kurzen Kontakt mit Einheimischen unterbrochen wurde. Wir saßen bei einem Freund, der uns ein Mahl zubereitet hatte und tranken mehrere Flaschen Rotwein. Auf dem Weg zur Pension in der Nähe vom Westbahnhof zischten Nutten mich an.

Der zweite Tag begann wieder mit Desorientierung. Nun ging es ja zum Institut Francais de Vienne in der Währinger Straße. Nebenan am Schottenpoint hatte ich erst an Neujahr genächtigt, was mich nicht davon abhielt, wieder zu suchen. Ich kann mir eigentlich immer alles merken, stelle aber doch immer wieder fest, daß ich eben leider unglaublich blöd bin. Die Sonne schien auf das zwischen Bäumen gelegene Institut. Die Esther-Marian-Lesung forderte gleich wieder Höchstkonzentration, nahm mich aber auch mit. Ich war über mich erstaunt, wie ich den ganzen Tag zuhörte, abgesehen von wenigen, ganz kurzen Abschalt-Momenten. Die Sonne schien intensiv auf die draußen Rauchenden. Zum Schluß Justus Wertmüllers ausgezeichnetes Referat und ein Vortrag von Robert Redeker, der leicht vom Konferenz-Thema wegging. Ein letztes Statement von ihm sorgte für leichte Irritationen. Mit Gerhard Scheits wunderschönem Stichel-Schlußwort im Ohr aß ich einen Falafel-Teller. Aber ich hörte weiterhin zu und war längst irgendwie und irgendwo abgehängt. Dabei saß ich doch mit anderen Müden zusammen. Einer von ihnen spielte mir auch einige Bälle zu, aber ich konnte kaum einen mehr annehmen. Nach einigen Bieren in der Blue Box verabvschiedete ich mich von Wenigen, mit denen ich wenig gesprochen hatte und lief etwas verstimmt wieder im Kreis. Als im Morgengrauen mich eine Prostituierte am Arm zerrte, wußte ich, daß ich fast am Ziel sein mußte.

Das Ereignis von heute morgen dagegen hab ich immernoch nicht richtig verarbeitet. Liege ich vielleicht immernoch irgendwo in Wien rum und schlafe?

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