Der Heidedichter

29 Mrz

Als die Reichswehr 1935 die Gebeine des 1914 gefallenen „Heidedichters“ Hermann Löns in Walsrode beisetzte, machte mein Großonkel, der Zoologe Josef Havestadt, mit der Bemerkung „Wer weiß, ob der da in dem Sarch wirklich drin liegt? Da hamse bestimmt so nen ollen Neger reingestoppt“ auf sich aufmerksam. Die Nazis haben ihn dann erstmal einkassiert.

Nachdem es meine Bundesbrüder nicht lassen konnten, in der letzten Ausgabe der Zeitung meiner Heidelberger Korporation mit Löns Gedicht „Student in Gryps“ als „lebendige Schilderung des Aktivenlebens in Greifswald mit vielen lokalen Bezügen“ mehr als zwei Seiten zu füllen, habe ich mir den Löns´schen Heimatscheißdreck einmal wieder zu Gemüte geführt. Und ich kann nur noch Jürgen Maruhn aus konkret 04/2008 zitieren:
immen summen
hummeln brummeln
grillen geigen

grillen geigen
immen summen
hummeln brummeln

hummeln brummeln
grillen geigen
immen summen

oh wie köstlich hermann löns
klingt uns dein naturgedöns

Eine Antwort to “Der Heidedichter”

  1. Anonymous Mai 30, 2011 um 6:26 am #

    Erstveröffentlichung des satirischenGedichts "heidekonzert" 2006 in der Frankfurter LiteraturzeitschriftL. Der Literaturbote !

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