Der Terror des Stefan Aust

26 Sep

(…)Was sollen wir von dem Buch halten, äh, von der RAF? Aust läßt uns nicht im unklaren. Unter einem der in die dritte Auflage aufgenommenen Fotos wird erklärt, was am Buback-Attentat heimtückisch war. Das Motorrad! Der Rücksitz! „Heimtückisch vom Rücksitz eines Motorrads erschossen.“ Die Todesschützen hat auch Aktenleser Aust nicht ermitteln können. Das ist bitter. Feiglinge sind das, keine Bekenner. „Die Todesschützen haben sich niemals zu ihrer Tat bekannt.“ Wo bleibt die Moral? Noch in der Schlußerklärung der Stadtguerilla-in-Form-der-RAF von 1998 findet Ermittler Aust „kein Bedauern über die Opfer der ‚Stadtguerilla‘, keine Selbstkritik, kein Schuldgefühl“. Empörend. Für einen Mann wie unseren Autor. Hatten sich doch Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin zu Herren gemacht. „Zu Herren über Leben und Tod“, angetreten gegen den alten und neuen Faschismus, wobei der neue laut Aust nur „angeblich“ ist. Sein Resümee: „Jetzt seien sie, die RAF-Herren, „schuldig geworden wie viele aus der Genration ihrer Väter“. Bäh! Selber Nazi, diese Terroristen!(…)
– Dietrich Kuhlbrodt (konkret 10/2008, S. 27)

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