Anders Fogh Rasmussen

23 Mrz

Es dürfte wohl eine ausgemachte Sache sein, daß der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen neuer Generalsekretär des westlichen Verteidigungsbündnisses wird. Der sympathische Politiker ist seit 1998 Vorsitzender der Venestre (zu deutsch: „links“) gilt als ausgesprochen starker Pragmatiker. Er trat an zu einer Zeit, als es in Europa gerade schick war, als „dänischer Blair.“

Antiimperialistische Linke sehen derzeit in ihm in erster Linie den „“Irakkriegsunterstützer.“ Mit dem Widerstand der ach so laizistischen Türkei wird nun aber bekanntlich gerechnet, weil Rasmussen im Karikaturenstreit zu sehr für westliche Werte eingetreten ist. Die Wortwahl der türkischen Regierung ist dabei bezeichnend: der 56-jährige sei für sie „beschmutzt.“

Welche Voraussetzungen muß ein Poltiker des Westens wohl nach den Vorstellungen der Türken erfüllen, um Chef der NATO werden zu dürfen? Der kanadische Verteidigungsminister Peter MacKay (wie übrigens auch der polnische Außenminister Skikorski), der die Irak-Intervention mindestens genauso stark befürwortet hatte, wäre ihrer Auffassung nach jedenfalls die bessere Wahl, weil der 2006 tatsächlich zurückhaltend reagierte. Sollte die Türkei ernsthaft ihr Veto gegen Rasmussen einlegen, muß dies ein klares Signal gerade für die Europäische Union im Umgang mit ihr sein.

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