Vom westlichen Verständnis der Ehe

10 Aug

Der konservative Kolumnist und Blogger Ross Douthat, dessen „op-ed columns“ in der New York Times stets sehr lesenswert sind, hat eine kernige Verteidigung der traditionellen Ehe geschrieben. Darin schmeißt er die üblicherweise angeführten Argumente zur Abgrenzung der heterosexuellen Ehe gegenüber der gleichgeschlechtlichen über Bord und definiert den Begriff der Ehe und deren Ideal einfach für sich neu:

The point of this ideal is not that other relationships have no value, or that only nuclear families can rear children successfully. Rather, it’s that lifelong heterosexual monogamy at its best can offer something distinctive and remarkable — a microcosm of civilization, and an organic connection between human generations — that makes it worthy of distinctive recognition and support.

Die Ehe sei eine spezifisch westliche Idee auf jüdisch-christlicher Grundlage, gestärkt von späteren Vorstellungen von romantischer Liebe, den Rechten von Kindern und der Gleichheit der Geschlechter. Und wir seien eventuell dabei, eine große westliche Errungenschaft aufzugeben.
In den USA hat der Artikel eine große Debatte ausgelöst. Mag die heterosexuelle Ehe tatsächlich ein größeres Potenzial in sich bergen, so kann ich dennoch nicht sehen, wo die Möglichkeit der rechtlichen Normierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften das hinter der Ehe stehende Ideal begraben könnte.

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