"Nützliche" Hartzler

28 Aug

Nur so:

„Eine repräsentative Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, das mehr als die Hälfte aller Hartz-IV Empfänger zwischen 15-64 Jahren einer nützlichen Tätigkeit nachgeht. Sie erziehen Kinder unter 7 Jahren, kümmern sich um die Pflege von Angehörigen, arbeiten und benötigen dennoch ergänzendes Arbeitslosengeld II, bilden sich weiter oder befinden sich in einer Fördermaßnahme. Bei der Umfrage wurden mehr als 10.000 Hartz-IV Bezieher befragt.

Laut dem IAB sind nur rund 60% der Arbeitslosengeld-II-Empfänger zwischen 15 Jahren und 64 Jahren aktuell überhaupt verpflichtet nach Arbeit zu suchen. Die große Mehrheit von denen bemüht sich um einen Job. Die Erfolge sind aber relativ bescheiden. So hatten in den 4 Wochen vor der Befragung nur etwas mehr als 25% ein Vorstellungsgespräch.

Arbeitsmarkthemmnisse wie eine geringe Qualifikation, eine schlechte Gesundheit, einen Migrationshintergrund oder alleinziehend weisen mehr als 80% der Hartz-IV-Empfänger zwischen 15 Jahren und 64 Jahren auf. In Deutschland gibt es derzeit mehr als 6,5 Millionen Hartz-IV-Empfänger. Davon sind rund 5 Millionen zwischen 15 Jahren und 64 Jahren alt.“

Das wird am Bild vom „faulen Hartzler“, der dringend mehr „Anreize, um arbeiten zu gehen“ brauche, nichts ändern. Vielleicht weil sich das in einer Gesellschaft, die „frei nach Thilo Sarrazin“ Menschen von vornherein in Produktive und Unproduktive unterscheidet, auch gar nicht ändern kann.

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