Assange das Fürchten lehren

3 Dez

Stärke demonstrieren, ist angesagt. Es wäre jedenfalls schön, wenn die Supermacht wieder zeigen würde, wer der Herr im Haus ist. Und zum Beispiel einen Herrn Assange in seine Schranken verwiese. So stellt sich Mäxchen den Krieg vor:

Charles Krauthammer geißelt in seiner neuen Kolumne die Hilf- und Tatenlosigkeit der Obama-Regierung in ihrer Antwort auf WikiLeaks.

What’s appalling is the helplessness of a superpower that not only cannot protect its own secrets but shows the world that if you violate its secrets – massively, wantonly and maliciously – there are no consequences.

Erschreckend ist die Hilflosigkeit einer Supermacht, die nicht nur ihre Geheimnisse nicht beschützen kann, aber der Welt auch noch vor Augen führt, daß es keine Konsequenzen hat, wenn einer – massiv, mut- und böswillig – ihre Geheimnisse bricht.

Die Angelegenheit runterzuspielen, sei armselig. Vielmehr komme es nun endlich darauf an, Härte zu zeigen:

It’s time to show a little steel.

Heh? Hart durchgreifen bitte. Die Veröffentlichung von US-Geheiminformationen erfordere neue Gesetze zur Spionageabwehr. Wo das Jusitzministerium sei, fragt Krauthammer. Und wo die mit 80 Mio US$ jährlich finanzierten Geheimdienste? Da läuft dieser Assange irgendwo frei rum und macht einen auf dicke Hose. Warum eigentlich?

Assange has gone missing. Well, he’s no cave-dwelling jihadi ascetic. Find him. Start with every five-star hotel in England and work your way down.

Yeah, you go baby!

Let the world see a man who can’t sleep in the same bed on consecutive nights, who fears the long arm of American justice. I’m not advocating that we bring out of retirement the KGB proxy who, on a London street, killed a Bulgarian dissident with a poisoned umbrella tip. But it would be nice if people like Assange were made to worry every time they go out in the rain.

Möge die Welt einen Mann sehen, der in zwei aufeinander folgenden Nächten nicht im selben Bett schlafen kann. Der den langen Arm der Amerikanischen Justiz fürchtet. Ich will nicht den KGB-Mann aus dem Ruhestand holen, der auf einer Londoner Straße einen bulgarischen Dissidenten mit einem vergifteten Regenschirm tötete. Aber es wäre schön, wenn Leute wie Assange auf der Hut sein müßten, wann immer sie nach draußen in den Regen gehen.

So in etwa stellen sich, seit ich etwas denken kann, meine Altersgenossen hier in Deutschland „die Amis“ vor.

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