Dann kam das Playstation-Spiel

23 Okt

„Zu den Kölner Gästen hab ich heute gesagt: Pech gehabt. Dafür könnta besser Karneval feiern,“ sagte der Taxifahrer, der uns aus Dortmund-Körne abends wieder zum Königswall brachte.

Vorausgegangen war das Spiel, das man, wie Neven Subotic, so schön amerkte, eigentlich nur auf der Playstation hinbekommt. Mit Pyrotechnik von den Kölner Fans eingeläutet, die ja eh nicht ganz verstand. Beim Stand von 5:0 fingen sie „Ihr wollt Deutscher Meister sein“ zu skandieren. Witzig sind und bleiben sie eben. Nach dem Spiel ließen sich sich dann auch von Kevin anfeuern. Ich mag den 1. FC Köln, ein feiner Club ganz ohne Frage, der auch hoffentlich nicht um den Abstieg wird kämpfen müssen.

Seelisch gebeutelt von der schmählichen Niederlage in Griechenland schauten wir unsere Borussia in ihrer Hochform. Mir ging das Herz auf und ich fühlte mich doch gleich wie in manchen Momenten der unvergesslichen Meistersaison. Und daß Schmelle seine erste Bude machte, freute und freut mich wirklich am meisten.  Gemeckert wurde trotzdem. Nach dem 5:0 durch Sebastian Kehl, meinte ein Rentner hinter mir: „Es könnten auch schon zehn oder elf sein.“

Abends hatte der Ermittler noch ins Subrosa in die Feldherrnstaße geladen. Ich saß stattdessen bei Wenckers am alten Markt und schaute die Wiederholung der ersten Halbzeit, wo mir Poldis ewiges fröhlich-Kölsches Lächeln gute Laune machte. Daß ich aber doch nicht mehr den Weg in den Norden fand, tat mir schließlich sehr leid.

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