Kein Zwanni und das Hamburg-Spiel

30 Dez

Seit etwa zwei Tagen sorgt die Initiative Kein Zwanni wieder für Diskussionen. Aufgerufen worden war zum Boykott des Spiels beim HSV am 22. Januar. Mittlerweile ist der Gästeblock ausgekauft. Diskutiert wurde unter anderem im Schwatz-Gelb-Forum, inwiefern nun der Boykott gescheitert oder es als Niederlage für die Initiative zu werten ist. Immerhin ist das Spiel an einem winterlichen Sonntagnachmittag in Hamburg wirklich nicht sehr verlockend zum Besuch. Wie Ihr auf der Website der Initiative seht, wird es am 3. Januar im Westfalenstadion ein Fantreffen geben, um die Zukunft von Kein Zwanni zu besprechen.

Als ich mit meinem Kumpel zum Spiel gegen Lautern in Dortmund war, wurden fleißig Flugblätter zum Boykottaufruf verteilt. Mein Kumpel, ein in Hamburg lebender und aus Bruchsal stammender VfB-Stuttgart-Fan fand die Initiative auf Anhieb total klasse. Ich selbst habe mich im Vorfeld des Pokalspiels in Sandhausen das erste mal wirklich mit Kein Zwanni beschäftigt, auch wenn ich schon vorher -vor allem im Zusammenhang mit dem Boykott beim Derby im September 2010 darüber gelesen hatte. Das Spiel in Sandhausen habe ich mit einem ehemaligen Kollegen aufgesucht und ich hatte eigentlich gar nicht damit gerechnet, für das spiel noch Karten zu bekommen. Jedenfalls hatte der SV Sandhausen die Preise bei 18 Euro für nen Steher und 49 Euro (!) für nen Sitzplatz angesetzt. Dank der Aktivitäten der Initiative senkte der SV Sandhausen schließlich die Stehplatzpreise auf 15 Euro.

Sage also keiner, daß das nichts bringen würde. Was Hamburg anbelangt: Ich habe auch damit gerechnet, daß der Gästeblock und letztlich auch das ganze Spiel ausverkauft sein würden. Ja, es ist ein Sonntag, aber es ist eben auch das erste Spiel des BVB nach der Winterpause. Und nicht wenige BVB-Fans leben im Norden und haben das einzige Mal im ganzen Jahr hier die Möglichkeit, zum Spiel zu gehen ohne große Anreise, was wiederum die Zahlungsbereitschaft für die Karten erhöht. Die Nachfrage wurde auf jeden Fall gedrosselt, die Karten gingen langsamer weg als sonst. Wobei sich vermutlich jeder von denen, die hinter der Initiative stecken, erhofft hätte. Man sollte sich aber nicht davon beeindrucken lassen, wenn es mal nicht so läuft, wie man sich wünscht. Macht also weiter so!

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