Bei jedem Auswärtsspiel wird die Welt so bunt, meine Droge ist das Leder und der Ball ist rund

6 Mai

Eigentlich wollte ich heute mal so meine Gedanken zur zurückliegenden Saison bloggen und einen Rückblick schreiben, wie ich die letzten Monate erlebt habe. Aber das verschiebe ich doch besser mal auf die Woche nach Pokal-Finale und Meisterfeier.

Was erwarte mir aber von der Saison 2012/2013? Ich habe in den letzten zwei Wochen häufiger gedacht: Mit Meisterschaften ist erstmal gut für die nächsten sechs Jahre. Schließlich soll die Meisterschaft was Besonderes bleiben und absolut nichts, was man sich von einer Saison erwartet. Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn der Ballspielverein Borussia 09 Dortmund sich auch langfristig oben festsetzt. Aber ich will endlich davon weg, daß man jeden Spieltag erleichert ist, wieder nicht verloren zu haben. Sicher: Drei Meisterschaften in Folge würden die Bayern wirklich allmählich dumm aussehen lassen. Aber es gibt ja – Schalke abgezogen – noch 15 andere Teams, die Meister werden können. Wobei ich nicht falsch verstanden werden will: Sollte es im Frühjahr wieder in den Titelkampf gehen, werde ich auch die Daumen drücken, daß es klappt. Was sonst?

Wo wird es nächste Saison hingehen? Auswärtsspiele sind prinzipiell interessanter als Heimspiele und ich habe mir vorgekommen, mindestens drei, eher vier oder fünf nächste mitzumachen. Und ich will in der  dritten und vierten Liga ein bißchen unterwegs sein und neue Stadien kennenlernen. Da trifft es sich ganz gut, daß die „11 Freunde“ in der aktuellen Ausgabe die 99 Orte, die ein Fußballfan gesehen haben muß, Deutschlands wirklich sehenswerte Sehenswürdigkeiten also, auflisten. Zugegeben: Von einigen dieser Orte hatte ich noch nie was gehört. Und bei anderen frage ich mich dann doch, warum man sich die anschauen sollte. Ernsthaft: Was will ich mit einem Besuch in der Bäckerei Klinsmann? Und das P 1 in München will ich ganz bestimmt nicht sehen. Aber alles in allem hat die beeindruckende Zusammenstellung meine Neugierde so richtig geweckt. Zum Beispiel auf das Ellenfeldstadion im saarländischen Neunkirchen. Oder auch den HSV-Friedhof in Hamburg-Altona.

Und da wäre ich auch schon wieder bei der Ersten Liga. Im Volksparkstadion war natürlich ich schon, aber bei so vielen Bekannte, wie ich sie inzwischen in Hamburg habe, bleibt das attraktiv – ne Boykott-Aktion von „Kein Zwanni“ wird es sicherlich nicht nochmal ausgerechnet in der Hansestadt geben. Nach Fürth fahre ich ganz gewiß nicht – ist ja ein furchtbarer Verein. Das (leider) nahe gelegene Hoppenheim auch gestrichen. Demgegenüber tut es mir leid, daß der Betze nächste Saison ausfällt. Die kurze Reise von Mannheim dorthin ist immer ein Erlebnis. Eintracht Frankfurt werde ich mir auf jeden Fall geben, genau wie den VfB Stuttgart (zusammen mit meinem Schwabenfreund aus der Studentenverbindung), wenn es irgendwie terminlich passt, und ich verspreche, ich werde im neuen Stadion auch mal pinkeln gehen. Der SC Freiburg wird sicher wieder eine Reise wert sein. Ich versthe nicht, was die Leute immer über den „Scheiß-Gästeblock“ und die fehlende Gastfreundschaft in Heidegger-Stadt reden. Freiburg hat im Moment einen supersympathischen Trainer und tolle Fans, wie man gestern im Westfalenstadion gehen hat. Und mir hat es auf der Südtribüne dort sehr gefallen.

Köln fällt nächste Saison auch flach, das ärgert mich fast noch mehr als Lautern. Und ich glaube, das sehen viele ganz ähnlich wie ich. Dafür kommt (hoffentlich) die Auswärtsfahrt nach Düsseldorf – dreimal mehr ne Reise wert als das Nazistadion in Berlin mit seinem behämmerten Preetz. Mainz: na ja von mir aus. Ansonsten würde ich sehr gerne endlich mal das Weserstadion in Bremen sehen – ob mit Fahrt auf der Fähre oder ohne. Leverkusen, Augsburg und Wolfsburg lasse ich mal lieber sein. Arroganz-Arena und Hannover – gerne, wenn das Spiel nicht gerade am Freitag oder Sonntagabend liegt. Ganz so hart bin ich nun mal nicht. Deshalb verfolge ich auch das Derby in der Turnhalle lieber am Bildschirm. Habe ich jemanden vergessen?

Bleibt die Frage, wie ich das alles mit dem Marathonlaufen verbinde. Im Moment bin ich da aufgrund meiner Vertzung immernoch vorsichtig. Ich hoffe aber, daß ich im Herbst nach 2 Jahren endlich wieder die 42km laufen kann. Es wird schon irgendwie gehen. Ein Großteil der Vorbereitung fällt ohnehin noch in die Sommerpause. Sicher wird es schwierig, die ersten Wochen der Saison auf Alkohol verzichten zu müssen. Aber spätestens Ende Oktober werde ich es hinter mir haben. Und die Auswärtsfahrten können mit allem Spaß stattfinden: Forzaaaa Beee Vaaauuu Beeeee!

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