Die Milchbar oder Thanksgiving am Samstag

26 Nov

Thanksgiving war schon rum. Der Tag ist in Deutschland nun mal kein Feiertag, mag man hierzulande auch inzwischen Halloween feiern, Truthahn verspeisen sie hier nicht Ende November. Früher als Student reiste ich schon mal fürs verlängerte Wochenende zu meinem Vater nach Virginia und später dann noch North Carolina. Heute kann ich mir nicht mehr dauernd freinehmen und somit geht es samstags nach Berlin.

Dort nämlich laden seit zwei Jahren mein Freund Stephan, im Netz früher besser bekannt als hegelxx, und seine Freundin Claudia, zum Thanksgiving-Dinner. Und so verschlug es mich nach Berlin, obgleich doch meine Borussia bei mir in der Nähe, nämlich beim Karnevalsverein in Mainz gastierte. Und wo schaut man Fußballspiele in Berlin?

In der Milchbar! In der ich vorher noch nicht war. Aber nachdem wir Freitagabend spät mit einer Gemischtes Doppel (Gremliza/Tomayer) auf Großleinwand und einem Notarztbesuch das Wochenende eingeläutet habe, ich Samstag früh den Hund meiner Bekannten anderthalb Stunden Gassi geführt hatte, fuhr ich nach Kreuzberg.

„Hast du mich gerade gesiezt und nen Kaffee bestellt? Raus! Da ist die Tür!“ meinte die Frau hinter der Theke zu einem Mann neben mir. Als ich um 14 Uhr die außerordentlich dunkle und mittelgroße Kneipe betrat, war es noch recht leer. „Heute wird es nicht voll“, hieß es. Was völlig falsch war, denn um 15.30 Uhr war der Laden schwarz-gelb bis zum Anschlag gefüllt. Mir war das fast peinlich, denn ich hatte meine Fankleidung zuhause gelassen – abgesehen vielleicht von meiner Armbanduhr. Sie schenkten mein Lieblingspils Jever aus, von dem ich mir natürlich gleich drei große Gemäße genehmigte. Natürlich ist so eine Fankneipe alles andere als ein Stadionersatz, aber es ist schon sehr schade, daß es diese Milchbar nicht in Mannheim gibt. Den Laden kann ich nur jedem Berliner und Berlin-Reisenden bestens empfehlen.

Doch Thanksgiving ging nach dem Sieg gegen Mainz und dem Unentschieden auf Schlacke erst richtig los. Stephan und Claudia tischten ein vorzügliches Mahl auf – dazu gab es jede Menge Weißwein. Dafür nochmal herzlichen Dank!

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