Der Weg über Engelberg nach Köln

13 Apr

Nein, es geht nicht um den Effzeh, nicht um Fußball. Sondern um das Laufen. Darüber habe ich ja lange nicht mehr gebloggt – naturgemäß. Und um den Köln-Marathon 2013, der mein Saisonhöhepunkt sein soll.

Sollte ich wirklich teilnehmen können, wäre das die erste Saison mit Höhepunkt seit 2010. Nach langer Verletzungspause. Das wäre wunderschön, aber ich weiß natürlich nicht, ob meine Probleme mit der Ferse nicht zurückkehren.

Nochmal ein Rückblick: Nach gefinishtem Köln-Marathon vor zweieinhalb Jahren begann ich das Jahr 2011 mit planmäßigem Training nach der Formel von Jack Daniels. Ich war Ende Mai auf bestem Wege zu neuen Wettkampfleistungen, da konnte ich während des Trainings nicht mehr auftreten. Diagnose: Fersensporn. Trotz Einlagen scheiterte jeder neue Laufversuch und ich gab irgendwann auf. Nichtsdestotrotz hatte ich oft auch beim Gehen Schmerzen. Wie ein spitzer Stein im Schuh. Ab Januar 2012 bekam ich dann beim Orthopäden Stoßwellentherapie und Injektionen. Zuerst schienen die Schmerzen schnell überwunden, nach mehreren Wochen versuchte ich das Laufen zaghaft erneut. Aber nix da, der Fersensporn meldete sich mit Macht zurück. Die Therapie ging weiter, kostete mit jeder Sitzung 70 Euro, und nützte nullkommajosef. Nach 17, in Worten: siebzehn, Stoßwellen und Nadelstichen in meinen rechten Fuß kapierte dann auch ich endlich, dass das wohl nicht der rechte Ansatz war.

Ein Freund empfahl mir einen Allgemeinmediziner, der sich in alternativen Methoden betätigte. Die zogen ganz offenbar und Ende letzten, Anfang diesen Jahres zogen sich die Probleme zurück. Wenn ich auch noch ab und zu ein leichtes Ziehen spüre, ich kann wieder laufen wie eh und je.

Um die Jahreswende fragte eine Freundin, wer am StrongmanRun in der Schweiz mitmachen wolle. Ich schlug vor, unseren gesamten Freundeskreis anzumelden. Und so stellt dieser klamaukige Hindernislauf am 1. Juni in Engelberg eine erste Herausforderung dar. Dafür freilich habe ich kein konkretes Zeitziel, denn dafür eignet sich der Lauf ohnehin nicht. Ich mache mir hauptsächlich Gedanken über die Hindernisse. Am 1. Mai will ich meine Form  auf dem Mannheimer Brückenlauf testen.

Für die Zeit ab Ende Juni plane ich dann eine 16-wöchige Vorbereitung für Köln. Köln – das war mein erster Marathon 2002. Köln bin ich 2003 am Tag vor einer Klausur in Spieltheorie gelaufen mit mal gerade einer Banane im Magen (was war man doch blöd), Köln bin ich 2011 am Jahrestag des 11. September gelaufen. Köln lief ich nach kurzer Vorbereitungszeit wegen gerade abgegebener Diplomarbeit 2005. Köln war eine Enttäuschung 2007, aber auch meine bisherige Bestzeit (03:30:27 h) 2008. Köln könnte 2013 ein Comeback sein. Oder auch nicht.

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