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George Clooney macht einen guten, nichtssagenden Film

5 Jan

George Clooney, hhmm. Den konnte ich noch nie leiden. Trotzdem mußte ich diesen Film unbedingt sehen. Und ich war überrascht, was für ein verdammt guter Film herauskommen kann. Selbst wenn Clooney Regie führt. Wow. The Ides of March.

Ich wußte noch nie, was die Frauen immer an George Clooney finden. Wo soll der denn bitte schön attraktiv sein? Jedenfalls spielt der den Gouverneur, der als demokratischer Präsidentschaftskandidat zur Vorwahl in Ohio gegen seinen Senator Pullman antritt. Im Mittelpunkt des Films steht Stephen Meyers, gespielt von dem tatsächlich sehr gut aussehenden Ryan Gosling. Der naive Idealist, der eine Affäre mit der – hahaaa – Praktikantin Molly beginnt. Und um es ganz kurz zu machen: Er findet raus, daß Molly mit dem Gouverneur gebumst hat. Und er muß erkennen, daß Duffy, der Berater von Pullman ihn geschickt aus dem Feld genommen hat. Und nu bricht Karrierewille richtig durch.

Toll. Und was will mir der Film sagen zum Auftakt eines trostlosen US-Wahlkampfes sagen? Außer der alten Legende, ein amerikaischer Politiker könne sich alles leisten außer Sex mit Praktikantinnen? Er sagt einem nischt. Und trotzdem ist er unheimlich gut gemacht. Ja, das klingt so platt, „gut gemacht.“ Ist aber so. Selbst wenn das Werk von Clooney ist.

Ich habe mir dann doch die Frage gestellt, ob ich mir eigentlich für irgendeinen der derzeitigen republikanischen Präsidentschaftsbewerber den Arsch aufreißen und den Meyers geben würde. Und würde es natürlich nicht. Genausowenig würde ich für die Wiederwahl Obamas schuften.

Den nächsten Film von Clooney schaue ich auch.