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Mit Ron Paul gegen die „Weltpolizei“

3 Jan

Nicht unbedingt erstaunlich, aber doch enttäuschend, was in Deutschland in einem nach eigenem Bekunden transatlantisch und an dezidiert westlichen Werten orientierten Blog so geschrieben wird. Aus einer Parteinahme für Ron Paul:

Er ist für die Beendigung aller amerikanischen Kriegseinsätze, die Auflösung aller US-Militärstützpunkte im Ausland und den Stopp der US-Militärsubventionen für andere Staaten. Dies gibt ihm nicht zur viel Zulauf von der Friedensbewegung und eher links eingestellten Demokraten (“Progressives for Ron Paul”), er erhält auch von allen Kandidaten die meisten Spenden von Angehörigen des US-Militärs, auf deren Rücken die USA ihre Weltpolizei-Politik bisher ausgetragen haben(..)

So werden Newsletter aus den frühen Neunzigern ausgegraben, in denen Mitarbeiter von Ron Paul ein paar politisch nicht ganz korrekte Bemerkungen über Schwarze machten(..)

Und dann – schließlich hält sich das A-Team auch für einen Freund Israels – wird noch ein bißchen gerechnet:

In der Tat lehnt Ron Paul jede Art von Militärhilfe und finanzielle Unterstützung für andere Staaten ab. Konsequenterweise würde er auch die 3 Milliarden streichen, die die USA zur Zeit jährlich an die israelische Regierung überweisen. Ebenso jedoch die 12 Milliarden, die die USA an Israels Feinde zahlen (warum eigentlich?). Insgesamt würde Israel also unter einem Präsident Paul besser dastehen.(..)

Ah jetzt ja…

Nun stand beim Antibuerokratieteam schon häufiger ne ganze Menge Stuß. Das ist in der Blogosphäre ja auch nicht weiter schlimm und dürfte bei mir selbst manchmal nicht anders sein.  Bezeichnend ist aber schon lange, daß ich bei den Kommentaren  nie wirklich wußte, ob ich jetzt bei Mathias Bröckers, der jungen welt oder in irgendeinem Wikinger-Forum lese.  Spinner anzuziehen, ist in Deutschland allerdings auch nichts weiter Ungewöhnliches. Dennoch: 

Ich habe die Betreiber vom A-Team immer für ganz vernünftig gehalten und bei dem ein oder anderen Autor bin ich mir da nach wie vor sicher. Aber daß dieser Mist da stehenbleibt heißt nichts geringeres als daß dieses Weblog zu „liken“ oder in sonst irgendeiner Form zu unterstützen sich für jeden wirklich prowestlich eingestellten Blogger jetzt und künftig verbietet.

Ich kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen

12 Okt

Zwei Monate nach dem Spiel gegen Nürnberg will ich nächste Woche endlich mal wieder ins Stadion. Aber was da alles an dem Wochenende stattfindet. Das ganze Jahr haben die Leute Zeit Veranstaltungen dieser Art zu machen und dann muß das alles am 22./23. Oktober sein. Ich will euch nicht vorenthalten, was ich alles verpasse, denn ich kann nur jedem blogleser all das empfehlen.

Thomas Maul von den Bahamas spricht am 22.10. um 19 Uhr bei der Gruppe Monaco in München zum Thema „Gender Mainstreaming, islamisches Patriarchat und die antisexistische Linke“. 

Tilman Tarach, Alex Feuerherdt und Nirit Bialer referieren in Frankfurt a.M. zum Thema „Deutschland – Israel: Ein schwieriges Verhältnis“. ebenso am 22.10. Den beiden habe ich letztes Jahr schon in Frankfurt gelauscht. Geht dahin!

Diese Veranstaltung findet am Vorabend des zweiten Israelkongress statt. Auf dem ersten war ich letztes Jahr. Meldet euch an und geht hin!

In Gummersbach auf der Theodor-Heuss-Akademie findet an dem Wochenende das Seminar Liberale Blogosphäre statt. Auch eine ebensolche Veranstaltung habe ich letztes Jahr im mai mit sehr netten Leuten wie Achim Hecht, Daniel Fallenstein, Tim Beil und Daniel Drungels erlebt.

Was euch weniger interessieren wird: Mein ruderverein, bei dem ich mich seit Jahren nicht habe blicken lassen, macht Herbstputz (daran habe ich mich vor acht Jahren mal beteiligt) und mein Kurpfalz-Gymnasium Mannheim feiert an dem Wochenende im Mannheimer Rosengarten sein 50jähriges Bestehen. Daß ich dort nicht hingehe, tut mir allerdings sehr leid.

Was mache ich? Besuche das Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Aber nichts ist wichtiger als der BVB!