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Wie ich blogge

9 Jun

Ich wurde nicht gefragt (was Wunder). Aber mir gefällt das Stöckchen, das ich nicht bekam, sondern nur überall lese, sehr.

Bloggerinnen-Typ:

Erstaunlich gelassen im Vergleich zum realen Leben, in dem ich oft sehr impulsiv bin.

Gerätschaften digital:

Laptop Sony Vaio (2008 gekauft) und Smartphone Samsung SII mit Android (mein Zweites, nachdem mir mein erstes in der Rosanellis Bar zu Mannheim geklaut wurde). Blogtexte entstehen so ziemlich alle auf dem Vaio.

Gerätschaften analog:

Äh, ein College Din A 4 Notizblock.

Arbeitsweise:

Spontan. Ich würde zwar gerne Blogtexte länger planen, aber das gelingt mir nicht. Ich blogge weniger, als ich gerne würde, was allein darin begründet ist, dass ich ein langen Arbeitstag und mit dem Schreiben bereits mein Geld verdiene, zu einem kleinen Teil gehören auch Blogtexte dazu. Und irgendwann ist dann eben auch mal gut. Aber es gibt Themen, da ist mir schnell klar, daß ich dazu einfach bloggen muß. Dann ist natürlich auch die Zeit dafür da. Ich schreibe die Artikel dann meist sehr hastig. Und poste viel zu überstürzt.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Ich arbeite viel mit Word-Textdateien, die ich dann eben kopiere. Oder ich schreibe hier bei WordPress einfach direkt rein. Nutze nicht viel Tools, da geht es mir wohl wie vielen.

Wo sammelst du deine Blogideen?

Im Kopf. Seht mal, ich besitze schon keinen persönlichen Kalender, da ich immer alle Termine im Kopf habe, da wird das mit den Blogideen erst recht so gehen. Obwohl ich mir schon manchmal, was in meinen Block schreibe mit der Vorstellung, da jederzeit wieder drauf zurückgreifen zu können. Ist aber Blödsinn. Die besten Blogtexte entstehen, wie gesagt, spontan.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Ker, ich glaube, die meisten anderen Leute, nicht nur Blogger, arbeiten viel, viel effizienter als ich. Bin den ganzen lieben Tag im Internet, lese oft dieselben Wikipedia-Artikel zum zehnten Mal, ich ich spare keine Zeit, ich dehne sie.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?

Nein. Ich schreibe To-Dos (richtige Schreibweise?) auf der Arbeit in meinen Notizblock. Was aber auch eher für die Katz ist.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?

Meine Garmin 305 Laufuhr.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Im Moment der Pressepuff in der ARD (d.h. ich höre keine Musik). Oft höre ich aber den lieben Kollegen Doppel-D, kein Scherz. Alles andere ist stimmungsabhängig.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall?

Eher der Frühaufsteher Berufsbedingt, gegen 06.45 Uhr unter der Woche. Wochenends auch nicht viel später. Und ins Bett gehe ich aber deutlich vor Mitternacht. Also wenn ich nicht gerade zu wirklich massivem Feiern gezwungen wurde. Das geschieht aber nur noch maximal alle zwei Monate mal. Oder wenn ich vom Fußball zurückkomme.

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Im Schulzeugnis stand immer: passiv, passiv, passiv, zu ruhig, zu still….das hat sich bis heute nicht großartig geändert.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?

Der Düsi, der könnte euch mit Sicherheit einiges über entsprechende Tools erzählen:-)

Der beste Rat den du je bekommen hast?

Von einem Freund im November 2011, mich schleunigst in die Klinik zu begeben.

Noch irgendwas wichtiges?

Blogs leben noch. Und das hoffentlich noch sehr lange!

Ist einem Läufer der BVB nicht wichtig genug?

28 Dez

Von euch gehen einige zu jedem Spiel. Ich bewundere Fußball-Fans, die trotz Streßjob und Lebensgefährte/in jedes Wochenende stundenlang mit Zug oder Bus durch die Gegend kurven. Sofern man nicht in Dortmund wohnt, kann das unter Umständen jedes mal ne lange Anreise sein. Ich kann das nicht. Wir haben jetzt Halbzeit und ich war auf 4 von 17 Spielen – Heimspiele gegen FC Nürnberg, 1. FC Köln und FC Kaiserslautern und das Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg.  Plus Pokalspiel beim SV Sandhausen, aber Pokalspiele rechnen wir extra. Das ist nicht viel, aber immerhin. Für die Rückrunde nehme ich mir diegleiche Anzahl vor, also mindestestens drei Heimspiele und ein Auswärtsspiel, wobei es natürlich möglichst mehr werden sollen.

Viel mehr werden es aber wohl nicht. Denn ich habe vor mal wieder umzuziehen, vermutlich im April. Und dann habe ich als Läufer für 2012 wieder hehre Ziele. Sich fit für den Wettkampf zu machen und gleichzeitig jedes Spiel zu sehen, vielleicht schafft ihr das, ich nicht. Da muß ich mir dann auch die Frage stellen: Was ist mir wichtiger? Marathon unter 03:30 oder Anwesenheit bei 34 Bundesligaspielen. Ist mir der BVB nicht wichtig genug, wenn ich dem Laufen Priorität gebe? Und dann ist da noch der Beruf, der mich mitunter auch am Wochenende einige Stunden Zeit kostet.

In diesem Punkt spiegeln sich auch die unterschiedlichen Interessen eines Bloggers. Reine Fußball- und Läufer-Blogs haben es eben doch entschieden einfacher. Wer über alles bloggt, wird kaum ein bestimmtes Publikum zum regelmäßigen Lesen anlocken können. Das ist banal und Social Networks Kurs A1A. Von den BVB-Fans unter euch werden sich die wenigsten für meine Wettkampfvorbereitung interessieren und noch weniger dafür, wie ich es nun finde, ob Obama wiedergewählt wird und noch weniger für die Solidarität mit Israel. Aber ich kann mich nicht auf eine Sache konzentrieren. Wie ich das unter unter einen Hut bringe, wird die nahe Zukunft zeigen. Im neuen Jahr werden hier jedenfalls viele Beiträge zu den genannten Themen gepostet. Was mich auch wieder zu der ebenso banalen Feststellung bringt, daß diese Selbstdarsteller-Blogs durchaus ihren Sinn haben. Der Laufblog von Hannes Christiansen (Laufhannes)  zum Beispiel hat mich in meinem Training ganz schön motiviert. Und warum habt  ihr früher DTS oder Hamburg Schwarz-Gelb gelesen? Weil euch das Innenleben eines Fans interessiert und ihr wissen wollt, was ihr davon bei euch selbst wiedererkennt. Ihr lest Any Given Weekend, weil ihr die brillanten Spielanalysen eines Fans lesen wollt und dembowski ermittelt, weil euch hier eine literarische Figur schöne Geschichten durch die Saison hindurch erzählt. Und ihr lest dieses Blog aus Gründen, die ich nicht kenne. Die aber im neuen Jahr bleiben und sich vermehren werden.

Things that make you go hhhmmmm

29 Nov

Beim Fußball setzt mir hin und wieder der Verstand aus. Das wurde mir in jüngster Zeit zweimal bescheinigt. Zuletzt am Sonntagabend bei twitter von Lizas Welt, weil ich nach der Bayernniederlage in Mainz dieses Lied von den Schröders verlinkt und am Tag zuvor nach unserem Derbysieg das Wort „Sieg“ in großen Lettern getwittert hatte. Und erst im September gab sich ein Genosse aus Wien überrascht, wie doch gerade beim Fußball Leute, die sonst eigentlich ganz vernünftig seien, auf einmal den Verstand verlören und „widerwärtigste Ressentiments“ verträten. Ich hatte vorher über die Fans, die während der sich abzeichnenden Niederlage gegen Hertha BSC vorzeitig das Westfalenstadion verließen und der eigenen Mannschaft den Mittelfinger zeigten, gesagt, sie seien in der Arroganz-Arena besser aufgehoben.

Nun handelt es sich in allen Fällen zweifellos um Aussetzer. Ich registriere schon noch immer in dem Moment, da ich Schwachsinn von mir gebe, daß es Schwachsinn ist. Trotzdem stoppe ich das nie rechtzeitig. Mir tut das dann meist im nächsten Moment schon leid. Kommt dann Kritik, wie oben beschrieben, habe ich oft tagelang daran zu knabbern. Nun sind wir BVB-Fans fürs Emotionale bekannt und dafür muß sich niemand schämen. „Du bist so emotional“ ist kein Vorwurf, eher ein Kompliment. Deshalb darf aber nicht der Verstand aussetzen. Der muß letztlich die Kontrolle in jeder Situation behalten. Ich habe grundsätzlich recht hohe Ansprüche an mich selbst, und bin immer erstmal schwer über mich enttäuscht, wenn ich plötzlich in meinem jüngsten Verhalten mich selbst nicht wiedererkennen kann.

Es ist natürlich immernoch besser, man verliert bei facebook und twitter für einen kurzen Moment den Verstand als in manch anderer Alltagssituation. Dennoch muß ich erstmal noch ne Weile über mein eigenes Social Media Verhalten nachdenken.